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Vorankündigung
 
Samstag, 13. Juni 2020, 20 Uhr im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie
Jazzkonzert zugunsten „MitMachMusik - Ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e.V.“
 
Einführungsveranstaltung: 19:15 Uhr
 
Grenzenlos – der Sound des Iran von heute - Persischer kammermusikalischer Jazz
 

© Foto: Martin Stegner
 

Golnar & Mahan: Golnar Shahyar: Stimme, Gitarre, Klavier, Percussion - Mahan Mirarbar: Gitarre, Fretless Gitarre, Stimme - Amir Wahba: Percussion
Als Gast: Martin Stegner: Viola

 

Basie and Beyond - Musik von Count Basie, Duke Ellington, Thad Jones und mehr

BigBand der Deutschen Oper Berlin – Musikalische Leitung: Manfred Honetschläger


© Foto: Marcus Lieberenz, Deutsche Oper Berlin
 
 

Special Guest:
Martina Bárta, Gesang

 

© Foto: Michaela Dzurna
 
 
Eine gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Berliner Philharmoniker und
IPPNW-Concerts
 
Wir danken für die großzügige Unterstützung:

 
 
 Kartenbestellung
 
Preisgruppe 1 Euro 35,-
Preisgruppe 2 Euro 25,-
Preisgruppe 3 Euro 15,-
Preisgruppe 4 Euro 8,-
 
Zusätzlich pro Bestellung Porto/Bearbeitung Euro 2,00
 
Oder an der Kasse der Berliner Philharmonie Mo-Fr 15:00-18:00 bzw. Sa, So: 11:00-14:00 Uhr
 
 
Golnar & Mahan, The Contemporary Sound of Iran
Golnar & Mahan sind ein zeitgenössisches iranisches Jazz-Fusion-Projekt aus Wien. Von der iranischen Kultur beeinflusst, spezialisieren sie sich auf die Verbindung von Jazz mit orientalischen Folk-Elementen, ungeraden Polyrhythmen und afro-kubanischer Musik. Sie entführen mit musikalischer Vielfalt in ein Konzert mit persönlicher, grenzenloser und doch iranischer Folklore und Jazz verwurzelter Musik!
Golnar Shahyars volle Stimme kombiniert tribalistischen Sprechchorgesang und Scat-Singing mit Tahrir, einer speziellen Art des vorderasiatischen Jodelns. Mahan Mirarab mit seinen Doppelhalsgitarren hypnotisiert mit seinem groovigen, aber feinen Spiel. Das Musiker-Duo schafft mit seinen Kompositionen und Improvisationen einen unglaublich kraftvollen und einzigartigen Klang, mit dem sie die Paradigmen von Weltmusik und Jazz neu definieren. Das Duo wird durch den vielseitigen Österreichischen Percussionist, Amir Wahba und dem philharmonischen Bratscher Martin Stegner ergänzt, womit gemeinhin bekannte Grenzen der Musik noch weiter aufgebrochen und verschoben werden.
 
www.golnarandmahan.com
 
 
Martin Stegner
Der Vater war sein erster Lehrer. Von ihm erhielt Martin Stegner mit acht Jahren den ersten Geigenunterricht. Nach dem Studium an der Mannheimer Musikhochschule bei Roman Nodel wechselte er zur Bratsche und ging dann 1992/1993 an der Orchesterakademie bei Neithard Resa und Wilfried Strehle in die Lehre. Sein erstes Engagement führte ihn 1993 als Ersten Solobratscher zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, drei Jahre später wechselte er zu den Berliner Philharmonikern.
Er konzertiert als Solist und Kammermusiker in Europa, Amerika und Japan, außerdem ist er als Dozent beispielsweise für das Gustav Mahler Jugendorchester und das Orquesta Juvenil Centroamericana tätig und gab Kurse an der Yale University und der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Er setzt sich intensiv für die Erweiterung der Violaliteratur, zusammen mit der Pianistin Tomoko Takahashi auseinander. Es erschienen mehrere hochgelobte CDs mit Liedbearbeitungen von Robert Schumann.
Seit seiner Jugend ist er leidenschaftlicher Jazzmusiker, trat auf zahlreichen Festivals auf und spielte u.a. mit Herbie Mann, Diane Reeves, Thomas Quasthoff und Nils Landgren. Er war Mitbegründer der Berlin Philharmonic Jazz Group und rief 2008 das Ensemble Bolero Berlin ins Leben, in dem er sich mit Solisten der Berliner Philharmoniker der südamerikanischen Musik widmet. Bei ECM erschien 2015 ein Album zusammen mit der deutsch/ persischen Sängerin Cymin Samawatie. Weitere Projekte verbinden Martin Stegner unter anderem mit Simon Stockhausen und dem chinesischen Sheng Virtuosen WuWei. Sein Schaffen ist auf bisher 15 CDs dokumentiert u.a. auf den IPPNW-Concerts CDs Nr. 49, 54/55, 73, 79 und 81.
 
www.martin.stegner.de
 
 
Über die Bigband der Deutschen Oper Berlin
Das Amerikanische Magazin „All About Jazz“ schreibt über die BigBand der Deutschen Oper Berlin: „Deutschland, das die darstellenden Künste in einem Maße unterstützt, das weit über dem liegt, was hier in den Vereinigten Staaten praktiziert wird, hat im Ergebnis dieser Förderung eine Anzahl von Weltklasse-Bigbands hervorgebracht. Das ist eine von ihnen.“
Natürlich. Auf dieses Lob sind die 22 Musiker der Bigband richtig stolz.
Das „Gründerteam“ bestand aus den Posaunisten Sebastian Krol, Guntram Halder, Thomas Richter und dem Schlagzeuger Rüdiger Ruppert. Als eigentliche Geburtsstunde der Band gilt ein Benefizkonzert im Jahre 2005 mit den 12 Blechbläsern und einem Schlagzeuger des Orchesters der Deutschen Oper. Anfangs leitete der Baritonsaxofonist Rolf von Nordenskjöld die Band. Inzwischen sorgt der Jazzposaunist, Komponist und Arrangeur Manfred Honetschläger für den richtigen Sound. Stars wie Bill Ramsey, Georgie Fame, Madeline Bell, Jiggs Whigham, Lyambiko, Jocelyn B. Smith, Jeff Cascaro, Richard Galliano und Pe Werner waren bereits Gäste der BigBand. In Zusammenarbeit mit dem Generalmusikdirektor Donald Runnicles fand 2011 ein Crossover-Konzert, sowie 2016 die Uraufführung des Jazzmelodrams „Die Verführung des Pentheus“ auf der großen Bühne mit dem Orchester und der BigBand der Deutschen Oper Berlin statt. Weitere Höhepunkte waren das Konzert mit Paul Kuhn im Juni 2012, der dabei zum letzten Mal mit einer Bigband auftrat. Erwähnenswert ist auch das Konzert anlässlich der Brandenburgischen Sommerkonzerte 2014 am (immer) noch nicht eröffneten BER-Flughafen Berlin-Brandenburg mit über 2000 Besuchern.
Ihr zehnjähriges Jubiläum feierte die BigBand im März 2016 mit einem fulminanten Konzert vor ausverkauftem Haus mit den Solisten Torsten Goods, Polly Gibbons und dem Trompeter Till Brönner.
Im April 2018 war die BigBand der Deutschen Oper Berlin zu einem dreitägigen Gastspiel nach Warschau eingeladen. Konzertiert wurde in der Philharmonie, zwei Konzerte zusammen mit den Warschauer Philharmonikern. youtu.be/FNH3ayKhoOA
2008 erschien die erste CD „Premiere“ mit Bill Ramsey. Eine zweite erschien 2010 unter dem Titel „How long is now?“ mit Pascal von Wroblewsky. „A Soul Journey“ ist die dritte, ein Konzert-Mitschnitt des RBB im Februar 2018 mit Solisten, Gospelchor und der Bigband. Christian Brückner führt durch die Geschichte des Soul.
 
www.bigband-deutscheoperberlin.de
 
 
Martina Bárta wurde in Prag geboren, begann im Alter von 4 Jahren mit dem Geigen- und Klavierspielen. 2007 legt sie das Abitur mit Hauptfach Waldhorn ab. Im Anschluss studierte sie Pop-Gesang am Prager Konservatorium. Seit 2011 lebt sie in Berlin und studiert Jazzgesang an der Universität der Künste - Jazz-Institut Berlin bei Prof. Judy Niemack und Prof. David Friedman. 2016 schließt sie ihr Studium erfolgreich ab.
Im Musical Robin Hood am Prager Theater Kalich verkörperte sie die weibliche Hauptrolle der Lady Mariana. In Deutschland tritt sie als Solistin und Gastsängerin in verschiedenen Projekten, vor allem mit dem eigenen Musikprojekt „Scotch and Soda“ auf. Mit der renommierten tschechischen Bigband von Felix Slovácek, der mit internationalen Künstlern u.a. mit Karel Gott, Helena Vondrackova zusammenarbeitet, ist sie regelmäßig als Solistin zu hören. Beim Bohemia Jazz Festival 2016 hat sie mit ihrer Schwester und Pianistin Kristina den 1. Preis für den besten Jazz Song „Find peace of mind“ gewonnen. Im Mai 2017 vertrat sie die Tschechische Republik beim Eurovision Song Contest mit dem Song My Turn.
 
 
Begegnungen
Was Musik bewirken kann, zeigt die wunderbare Initiative „MitMachMusik – Ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e.V.“, die vor mehr als drei Jahren von Berliner Kinderärzten, Musikpädagogen und freiwilligen Helfern ins Leben gerufen wurde. Seit 2015 kamen mehr als 300.000 Kinder und Jugendliche als Flüchtlinge zu uns. Traumatisiert durch Kriegs- und Fluchterlebnisse leben diese Kinder auf engstem Raum in ghettogleichen Unterkünften, eingebettet im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen Religionen und politischer Überzeugungen. Folgt man dem Slogan „Unsere Kinder sind unsere Zukunft“ dann sollten wir folgerichtig ergänzen: „Diese Kinder sind auch unsere Zukunft“, denn wenn es uns nicht gelingt, sie emotional, sprachlich, kulturell und intellektuell in unser soziales System zu integrieren, droht ihnen nach dem Beispiel südamerikanischer Straßenkinder eine Zukunft in Gewalt und Kriminalität und uns die Entstehung neuer sozialer Brennpunkte. Dies gilt es zu verhindern.
In mittlerweile fünfzehn Flüchtlingsunterkünften und Treffpunkten in Berlin und Potsdam fördern von professionellen Musikern und Pädagogen geleitete Musikgruppen das Selbstbewusstsein und die Integration dieser Kinder durch gemeinsames Musizieren und Singen. »Die Kinder kommen hier an und sind sprachlos. Wir geben ihnen eine Stimme durch ihr eigenes Tun«, sagt Pamela Rosenberg, ehemalige Intendantin der Berliner Philharmoniker und Mit-Initiatorin des Projekts. Die Kinder tragen das täglich neu Erlernte in ihre Familien. Die Musik ist somit auch ein Bindeglied zwischen ihnen und uns. Seit 2018 treffen sie sich regelmäßig auch mit Berliner und Potsdamer Kindern zum gemeinsamen Musizieren und wagten im letzten Jahr sogar erste Berührungen mit Philharmonikern im Rahmen des philharmonischen Education Programms.
Für viele der Profis, die die Kinder unterrichten, sind frei nach dem Wort von Yehudi Menuhin - „Das Leben ist ein ständiger Austausch“ - die Begegnungen mit ihnen ein größeres Geschenk als der Applaus des Publikums nach einem Konzert.
 
Das Konzert am 13. Juni 2020 wird hoffentlich dazu beitragen zahlreiche neue Spender zu gewinnen, damit diese so erfolgreiche Initiative nicht nur fortbestehen sondern sich auch über die Grenzen von Berlin und Potsdam weiter ausbreiten kann.
 
Mehr dazu: www.mit-mach-musik.de